16./17. Juni 2016
Weimar, Festsaal im Goethe-Nationalmuseum

Bewegte Netze.
Bauhausangehörige und ihre Beziehungs-Netzwerke in den dreißiger und vierziger Jahren

Vorstellung des DFG-Projekts an den Universitäten Cottbus und Erfurt, 2012–2016

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BEITRÄGE

1933 schien das Ende der wichtigsten deutschen Hochschule für Gestaltung des 20. Jahrhunderts zu besiegeln. Doch trotz der politisch brisanten Situation der Folgejahre blieb ein Großteil der Bauhäusler in enger freundschaftlicher oder beruflicher Verbindung. Seit 2013 hat das DFG-Projekt Bewegte Netze an den Universitäten Cottbus und Erfurt exemplarisch sechs unterschiedliche Netzwerke des Bauhauses untersucht. Anhand dieser Netzwerke lässt sich die Historie des Bauhauses der 1930er und 1940er Jahre methodisch fundiert fortschreiben. So kann gezeigt werden, wie Walter Gropius und sein enges Netzwerk die Bauhaus-Rezeption nach 1933 prägten. Gleichzeitig lenkt das Projekt den Blick auf Protagonisten jenseits der prominenten Bauhaus-Kreise und eröffnet damit neue Perspektiven für die Geschichtsschreibung des Bauhauses. 

Unter dieser Perspektive hat das DFG-Projekt Bewegte Netze zwischen 2012–2016 exemplarisch sechs unterschiedliche Netzwerke des Bauhauses untersucht. Im kooperativen Zugriff von Kunstgeschichte, Kommunikationswissenschaft und Informationsdesign werden gleichzeitig neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit und unterschiedlicher Visualisierungen erprobt. Auf der Tagung wurden zum einen ausgewählte Ergebnisse des Projektes vorgestellt. Zum anderen wurde der netzwerkorientierte Zugang — ausgehend von einzelnen Kernnetzen — in einen breiteren thematischen Rahmen gestellt. Chancen und Grenzen der Methode konnten auf diese Weise aufgezeigt und intensiv diskutiert werden. Gleichzeitig bot die Tagung einen Einblick in die Werkstatt des Informationsdesigns.