5. Dezember 2018, Weimar Atrium Obergeschoss

Studierendenwohnheim Jakobsplan

Das Studierendenwohnheim am Jakobsplan am Nordrand der Altstadt, das im Volksmund auch Langer Jakob genannt wird, fällt auf in Weimar: elf-bzw. zwölfgeschossig überragt es alle anderen Gebäude in seiner Nachbarschaft. Das Gebäude wurde 1970 bis 1972 nach Entwürfen der Hochschulprofessorin und Architektin Anita Bach errichtet und wird bis heute vom Studierendenwerk Thüringen als Wohnheim genutzt. Zimmer werden dort für besonders günstige Mieten angeboten. Zurzeit wird das Bauwerk grundsaniert. Die Errichtung dieses im Wortsinne unübersehbaren Gebäudes kann vielfach gedeutet werden: als erster Schritt des Umbaus der Weimarer Innenstadt zur Zeit der DDR, als städtebaulicher, symbolischer Gegenpart zum benachbarten ehemaligen Gauforum oder als Ausdruck der Ausrichtung der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar auf industrielle Bauverfahren ab den 1960er-Jahren. Ein Gespräch über die Geschichte des Gebäudes mit einem Blick in die Zukunft, besonders hinsichtlich der Bedeutung für ein noch näher zu bestimmendes Quartier der Moderne.

Unter anderem mit MICHAEL SIEBENBRODT (ehem. Bauhaus-Kustode der Klassik Stiftung Weimar, Weimar), INA WEISE (Künstlerin, Bauhaus-Universität Weimar), CLAUS BACH (Fotograf, Weimar), SIMON SCHEITHAUER (Planungshistoriker, Köln) und THORSTEN BÜKER (Redaktionsleiter OTZ und TLZ, Lokalredaktion Jena, Moderation).

Mittwoch, den 5.12.2018, 19 Uhr, Weimar Atrium 1. OG, Friedensstraße 1, 99423 Weimar

zum PDF-Programm